Holten
Die ehemalige Stadt Holten ist ein Stadtteil von Oberhausen, der im Nordwesten des Stadtbezirks Sterkrade liegt und Ende 2007 8.780 Einwohner (mit Barmingholten) zählte. Er grenzt im Norden Dinslaken-Hiesfeld und Barmingholten, im Osten an Schmachtendorf und die Weierheide, im Süden an Duisburg-Röttgersbach und Biefang und im Westen an Duisburg-Wehofen. Quelle: Wikipedia

Wappen Holten
Blasonierung: Das Wappen der ehemaligen Stadt Holten zeigt auf goldenem Grund in der Mitte einen geteilten Balken, vorne in Silber roter Wolkenschnitt und hinten einen in drei Reihen zu je vier Feldern silbern und rot geschachten Balken, von oben links mit einem silbernen Feld beginnend. Die ehemalige Stadt Holten führte ein Banner Rot-Weiß (Silber)-Rot im Verhältnis 2:5:2, längsgestreift mit dem beschriebenen Wappenschild in der Mitte. Quelle: Wikipedia
Die Geschichte der Nachtwächter
Die Nachtwächter haben eine jahrhundertealte Tradition. Nachtwächter waren meist arm und hatten recht wenig zum Leben. Trotzdem sollte ein Jeder eine Respektperson verkörpern, jemandem, der des Nachts Unfrieden stiftete, stehlen oder Feuer legen wollte, mußte ein Nachtwächter Einhalt gebieten. Damals war noch der Graf für den Schutz von Eigentum verantwortlich, so stand auch der Nachtwächter im Dienste des Grafen und schützte sein Eigentum, welches durch die Lehnsherrschaft auch in den Händen der Bürger war. Ein Nachtwächter ging seine Tour, jede Nacht, und zur vollen Stunde rief oder sang er einen Vers. Dieser zeigte allen seine Präsenz, ob dem Grafen, der so sicher sein konnte, daß er ordnungsgemäß seinen Dienst tat, den Bürgern, die sich so ein wenig sicherer fühlen konnten und natürlich auch den finsteren Gesellen, die Übles im Schilde führten. Er wachte über den Schlaf, zündete die Straßenlaternen an und löschte sie des Morgens wieder. Seine Lieder handelten von Gott, dem einzig wahren Beschützer der Menschen und riefen stets Geschichten aus der Bibel in Erinnerung.
In Holten (damals„Holt“ oder„Holte“) wurden die Nachtwächter bereits vor Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1310 urkundlich erwähnt. Jahrhundert um Jahrhundert taten sie Ihren Dienst, bis dann die feudalen Verpflichtungen abgelöst, privates Eigentum geschaffen und jeder für seinen Besitz selbst verantwortlich wurde. Die Feuerwehr übernahm den Brandschutz und die Zeit der Polizei brach an, so kam es, daß auch in Holten der letzte Nachwächter nur noch bis 1925 seinen Dienst tat, welcher zum Ende hin weitestgehend nur noch im Anzünden und Löschen der Straßenlaternen bestand. Der Name des letzten Nachtwächters von Holten ist Gerhard Heift, der Großvater von Gerd Heift.

Teil 1 von 3 - Erschienen im Holtener Anzeiger - Kai Wesely und Björn Dangeleit

Das Kastell
Lange Zeit war die im 12. Jahrhundert erbaute „Holtener Burg“ mit Wasser umgeben. Der damalige Landesherr Ewervin von Holte wollte so den Turm und die aus Holz und Lehm bestehenden Wohnbauten vor Tieren und Feinden schützen, welche das Sumpfgebiet nicht schreckte.
Im Jahre 1298 heiratete Mechtild, die Letzte derer von Holte den Grafen Engelbert II von der Mark. Nach dem gewonnenen Grenzstreit mit der Grafschaft Kleve läßt Graf Engelbert im Jahre 1307 die alte Anlage verstärken und errichtet einen neuen Bau aus Tuffstein. Diese Burg bestand aus einer Haupt- und einer Vorburg, welche durch eine Brücke verbunden waren.
Die Anlage war von Wassergräben und einem hohen Erdwall umgeben, dessen Reste noch heute zu sehen sind. In typisch mittelalterlicher Form entwickelte sich im Schutz der Burg eine Wohnsiedlung, die damalige Stadt Holten. Die eng beieinanderstehenden Fachwerk- und Backsteinhäuser lassen noch die idyllische Atmosphäre dieses früheren Landstädtchens erahnen. Das bis heute erhaltene Kastell Holten stellt wahrscheinlich den Ostflügel der alten Hauptburg dar, die im 15. Jahrhundert aufgrund der starken Verwitterung einen Ziegelmantel erhielt.
Während des 30-jährigen Krieges, um 1640, wurde die Holtener Burg fast vollständig zerstört. Erst Ende 1700 wurde sie auf den alten Grundmauern schloßartig neu aufgebaut. Es ist anzunehmen, daß es sich dabei im Wesentlichen um das heutige „Kastell“ handelte. 1838 wurde das Kastell zu einer Schule, 1966 riß die Stadt Oberhausen einen baufälligen Seitentrakt ab. Seit 1968 nun ist das Kastell in den Händen der „Bürgerschützengilde Holten 1308“, welche es renovierte und zu einem Gildenhaus und einer Schießsportanlage ausbaute. Heute wird das Kastell auch gern für Veranstaltungen verschiedenster Art genutzt. Der Park und der ehemalige Stadtgraben laden zum Spaziergang im Grünen ein.

Erschienen im Holtener Anzeiger - Kai Wesely und Björn Dangeleit













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